Frankfurt ist für Fotografen wie ein Paradies. Egal in welche Richtung man sich fotografisch bewegt, man findet immer was zum Fotografieren. Ich habe mal versucht, und versuche es immer mal wieder, Frankfurt aus einem anderen Blickwinkel zu Fotografieren. Die ersten Fotos die auch ganz gut geworden sind, gibt es jetzt hier:
Im vorherigen Post habe ich ja beschrieben wie ich mir einen kleinen Aufsatz zum scannen von Mittelformatnegativen gebastelt habe. Hier kommen jetzt die ersten “scans” die ich mit dem Aufsatz gemacht habe. Der Prozess der dahinter steckt ist übrigens sehr einfach. Negativ in den Aufsatz, den Aufsatz (mit negativ) auf eine beleuchtete Oberfläche legen (das iPad oder ein Monitor eignen sich übrigens sehr gut dafür), abfotografieren und anschließend in Photoshop/Lightroom/Gimp/etc. einfach invertieren. 
Kurz darauf habe ich einen Artikel von Stefan Schmidt gelesen der sich darum gedreht hat wie man Negative mithilfe einer Digitalkamera “scannen” kann. Aus dem Grund habe ich die Fotos vom Aufsatz etwas verbessert und den Artikel von Stefan Schmidt gleich verlinkt. Schließlich leben Blogs ja vom verlinken ;).
Auch kommen hier kommen nochmal neuere Fotos vom Aufsatz. Damit man besser sehen kann wie ich ihn gebaut habe:
Hier noch der Link zum Artikel von Stefan Schmidt auf Steve Huffs Blog
Mittelformat ist was feines. Vor allem das quadratische Format ist absolut klasse. Vor einer Weile habe ich auch ein paar Filme durch meine Lubitel gejagt und anschließend entwickeln lassen. Wenn man den entwickelten Film dann hat, stellt sich aber die frage wie man ordentliche Abzüge davon bekommt. Ein Weg ist es das man entscheidet welche Fotos man haben will und anschließend gibt man das ganze in ein Fotostudio das Abzüge von Negativen machen kann. Ein weiterer Weg ist der das man die Negative scannt, anschließend noch ein wenig in Photoshop/Lightroom/Gimp/etc nachbearbeitet und anschließend selbst druckt. Im Prinzip würde mir der zweite Weg am ehesten zusagen. Allerdings habe ich das Problem das mein Scanner kein Mittelformat mag. Negative ja, aber dann bitte nur Kleinbild. Im Internet dann extra einen Aufsatz suchen für meinen alten Scanner wollte ich nicht. Schließlich ist er kurz davor ausgetauscht zu werden.
Also habe ich mir überlegt ob es nicht irgendwie möglich ist etwas zu bauen mit dem man ohne Probleme Mittelformatnegative digitalisieren kann. Grundvorraussetzung an das Teil war das es klein, handlich und sehr reisetauglich sein sollte. Was nach einigen herumexperimentieren dabei heraus gekommen ist könnt ihr euch auf den folgenden Fotos ansehen.
Eine spezielle Bauanleitung wird es dafür nicht geben (vielleicht kommt sie noch) da sich die Maße eigentlich selbst erklären. Zu den Baumaterialien gehört:
Auf dem ersten Foto sieht man auch schon ganz gut das es nicht wirklich viel Arbeit ist und man eigentlich auch keine große Bastelanleitung angeht.
Die Kantenlänge von dem Quadrat ist 12cm und der Rahmen ist 3cm breit. Dadurch bekommt die Aussparung in der Mitte eine Kantenlänge von 6cm (was den Maßen des Mittelformatnegativ entspricht).
Um die Negativstreifen zu fixieren habe ich auf zwei der Seiten kleine Laschen angeklebt. Unter denen wird der Negativstreifen durchgeführt und kann somit nicht groß verrutschen wenn man Scannt oder ein Foto macht.
Das Moosgummi findet seinen Platz auf der Rückseite. Ich habe es ganz bewusst nicht bündig mit der Kapa Platte gemacht. Zwischen die Kapa Platte und den Moosgummi habe ich das Butterbrotpapier geklebt. Das Butterbrotpapier ist wichtig damit das Licht, das durch die Aussparung auf das Negativ fällt, weichgezeichnet wird. Auf die Art und Weise kann man den Aufsatz ohne weiteres mit Negativen bestücken, auf einen Lichttisch, Ipad oder anderen Tablet PC legen und das Negativ abfotografieren. Nachbearbeiten kann man es anschließend in Photoshop/Lightroom/Gimp/etc. Meistens reicht sogar schon das Bild Invertieren und beschneiden.
Falls ihr das ganze ausprobiert, würde ich mich freuen wenn ihr mir ein Feedback geben könntet. Wie die Ergebnisse dann aussehen könnt ihr euch morgen anschauen.
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